GQ-ASC (Girls Questionnaire for Autism Spectrum Condition)

GQ-ASC (Weiblicher Typus)

28 Fragen • ca. 7 Min.
Spezifischer Fragebogen für komplexe weibliche Autismus-Strukturen.

Aktiver Test

CAT-Q (Masking Test)

25 Fragen • ca. 5 Min.
Erfassung von sozialer Tarnung und Camouflage bei Frauen.

CAT-Q starten

Alle Selbsttests

Du möchtest eine andere Analyse?
Hier gelangst du zurück zur Gesamtübersicht.

Zur Testübersicht
Dauer: 7 – 10 Minuten
100% anonym & kostenlos
Keine Speicherung von Daten oder IP-Adressen
Wissenschaftlich fundiert
Spezifisches Frauen-Screening

GQ-ASC: Autismus-Fragebogen für Frauen & Mädchen

Das standardisierte Screening-Tool nach Prof. Tony Attwood und Dr. Michelle Garnett, speziell entwickelt für weibliche Autismus-Phänotypen.

🔬
Wissenschaftliche Originalquelle:
Attwood, T., Garnett, M., & Rynkiewicz, A. (2011/2014). Girls Questionnaire for Autism Spectrum Conditions (GQ-ASC) . Minds & Hearts Clinic / Attwood & Garnett Events. Open Access für Screening-Zwecke.
Wichtiger Hinweis: Dieser Online-Test ist kein Diagnoseinstrument. Er dient ausschließlich der Orientierung und Selbstreflexion. Eine valide Diagnose kann nur von qualifiziertem medizinischem oder psychologischem Fachpersonal gestellt werden.

Dein Testergebnis

0 / 140 Punkten

Erkennst du dich in diesen weiblichen Mustern wieder?

Viele autistische Frauen verbringen ihr Leben mit dem Gefühl, von einem anderen Planeten zu stammen. In unserem praxisnahen E-Book „Der Weg zu dir selbst – Autismus bei Frauen verstehen“ entschlüsseln wir diese weiblichen Facetten und geben dir handfeste Strategien für Alltag und Beziehungen.

Mehr zum Praxis-Handbuch →

Häufig gestellte Fragen zur Auswertung

1. Warum gibt es einen speziellen Test für den weiblichen Typus?

Die klassischen diagnostischen Kriterien wurden historisch fast ausschließlich an Jungen erforscht. Das weibliche Autismus-Profil äußert sich jedoch oft grundlegend anders: Spezialinteressen liegen häufig in sozial akzeptierten Bereichen (z. B. Psychologie, Literatur, Tiere), soziale Defizite werden intellektuell kompensiert und die Überflutung wird meist stark nach innen gerichtet (Internalisierung). Der GQ-ASC erfasst diese subtilen, hochkomplexen inneren Strukturen gezielt.

2. Was bedeutet es, wenn die Symptome eher „nach innen gerichtet“ sind?

Während sich Überreizung im klassischen Profil manchmal durch sichtbare, äußere Meltdowns (Wutausbrüche, Rückzug) äußert, erleben Frauen oft stumme ‚Shutdowns‘. Das Gehirn schaltet ab, man fühlt sich wie eingefroren, unfähig zu sprechen oder zu agieren. Der immense Stress entlädt sich nicht im Außen, sondern führt im Inneren zu intensiven Grübelzwängen, extremer Selbstkritik und chronischer Erschöpfung.

3. Warum fällt die Struktur oft erst im Erwachsenenalter auf?

Solange das Leben in starren, vorgegebenen Strukturen verläuft (Schule, Elternhaus), reicht die mühsam antrainierte Kompensationskraft meist aus. Kritisch wird es oft erst bei großen Lebensumbrüchen im Erwachsenenalter, wenn diese schützenden Strukturen wegfallen: der Beginn des Studiums, der Eintritt ins Berufsleben oder das Gründen einer eigenen Familie. Wenn die energetischen Ressourcen erschöpft sind, bricht das Kompensationssystem zusammen.

4. Warum erhalten Frauen mit diesem Profil oft jahrelang Fehldiagnosen?

Weil die Erschöpfung und die sozialen Ängste, die durch das ständige Masking entstehen, im klinischen Alltag oft als reine Depression, soziale Phobie, Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder als atypische Anorexie fehldiagnostiziert werden. Ein geschultes Auge muss hinschauen, was die *Ursache* ist: Beispielsweise resultiert die soziale Angst bei diesem Profil meist nicht aus einer Ur-Angst vor Bewertung, sondern aus der logischen Überforderung, soziale Regeln permanent intellektuell berechnen zu müssen.

5. Was unterscheidet die Erschöpfung bei diesem Profil von einem normalen Burnout?

Ein klassisches Burnout entsteht meist durch anhaltende, extreme Überarbeitung im Beruf. Ein sogenanntes ‚autistisches Burnout‘ hingegen ist das Resultat einer lebenslangen, ununterbrochenen Überforderung des Nervensystems durch sensorische Reize und soziale Anpassung. Während bei einem normalen Burnout oft klassische Aktivierung und Urlaub helfen, erfordert ein autistisches Burnout radikale Reizreduktion, den Rückzug in sichere Routinen und das schrittweise, vorsichtige Ablegen der sozialen Maske.

6. Mein Ergebnis ist hoch – was mache ich jetzt und wie bekomme ich eine Diagnose?

Bleiben Sie zunächst ganz entspannt. Ein hohes Ergebnis ist kein Grund zur Sorge, sondern ein wertvoller Hinweis Ihres Körpers, achtsamer mit Ihren Reizgrenzen umzugehen. Wenn Sie den Weg einer offiziellen Diagnose gehen möchten, sieht der medizinische Ablauf wie folgt aus: 1. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder regulären Psychotherapeuten und bitten Sie um eine Überweisung für eine fachspezifische Autismus-Diagnostik im Erwachsenenalter. 2. Mit dieser Überweisung kontaktieren Sie spezialisierte Stellen. Die sicherste Anlaufstelle sind psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) an Universitätskliniken oder neurologisch-psychiatrische Fachpraxen mit Kassenärztlicher Zulassung, da dort die Kosten komplett von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Stellen Sie sich jedoch auf eine lange Wartezeit ein, die meist mehrere Monate beträgt.